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Neurologie und Geriatrie

Neurologie & Geriatrie

geriatrie

Ergotherapie & Neurologie

sind zwei eng verbundene Bereiche in der Medizin. Vor allem Erkrankungen des Zentralnervensystems werden bei der Ergotherapie in der Neurologie behandelt. Das Gehirn ist in der Lage, auch nach größeren Schädigungen in bestimmten Regionen wieder Nervenverbindungen aufzubauen. Deshalb ist es wichtig, genau diese Bereiche zu trainieren und zu fördern. Hier setzt die Ergotherapie in der Neurologie an. Die Therapiekonzepte sind speziell auf Menschen mit einem neurologischen Krankheitsbild abgestimmt und erprobt. Verloren gegangene Fähigkeiten werden mit Hilfe des Therapeuten neu erlernt und gefestigt.

Durch den Verlust ihrer Fähigkeiten sind die Betroffenen mehr oder minder schwer belastet. Nicht nur eventuelle Schmerzen beeinträchtigen den Patienten, sondern ganz besonders das Bewusstsein, alltägliche Dinge nicht mehr selbst erledigen zu können und auf Hilfe angewiesen zu sein. Unter Umständen kann das zu Depressionen oder totalem Rückzug führen, auf jeden Fall zieht eine solche Krankheit psychische, physische und soziale Belastungen nach sich.

Die Ergotherapie in der Neurologie greift hier unterstützend ein. Sie soll dem Betroffenen helfen, seine Situation zu bewältigen und zu verbessern. Die Stärkung und Förderung des Selbstwertgefühles spielt dabei eine große Rolle.

Ziele der Ergotherapie in der Neurologie

  • dem Betroffenen zu helfen, sich in seiner Umgebung und der Gesellschaft wohlzufühlen
  • trotz seiner Einschränkungen ein lebenswertes Leben zu führen
  • erreichbare individuelle Ziele festlegen
  • beispielsweise den Patienten von der Beatmungsmaschine zu entwöhnen
  • beispielsweise Patienten mit Lähmungen werden im Einüben von Ersatzfunktionen unterstützt
  • Abbau von krankhaften Bewegungsmustern und das Einüben normaler Bewegungen
  • Verbesserung der Fein- und Grobmotorik und der Gleichgewichtsempfindungen sind weitere Ziele
  • Verbesserung bei der Koordination und Umsetzung der Sinneswahrnehmungen und deren Integration zum sensorischen Bereich.

(Quelle: http://www.ergotherapie.org/2010/10/ergotherapie-neurologie/ )

 

Ergotherapie & Geriatrie

Im Mittelpunkt der Geriatrie (Altersheilkunde) steht der alternde Mensch. Patienten dieser Altersgruppe leiden häufig unter komplexen Beeinträchtigungen ihrer Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit durch Mehrfacherkrankungen (Multimorbidität).

Daher bestimmen ihre akuten oder chronischen Krankheitsbilder beziehungsweise die Krankheitsfolgen die ergotherapeutischen Maßnahmen. Diese werden auch durch Veränderungen im sozialen Umfeld (z.B. Verlust des Lebenspartners) und der Wohnsituation (z.B. Umzug in ein neues Wohn- und Lebensumfeld) beeinflusst. Altersbedingte physiologische Funktionseinschränkungen stören das gesundheitliche Gleichgewicht, jede zusätzliche Störung oder Erkrankung ist somit eine erhebliche physische, psychische und soziale Belastung. Die Ergotherapie in der Geriatrie stellt sich diesen Besonderheiten. Hierbei werden meistens auch (pflegende) Angehörige einbezogen, beraten und angeleitet.

Ziele der Ergotherapie in der Geriatrie

  • Pflegebedürftigkeit zu mindern oder vollends auszuschließen
  • schon vorhandenen Beschwerden gegebenenfalls zu lindern und teilweise abzustellen
  • grundsätzlich immer handlungs- und altersorientiert
  • eine bessere Körperwahrnehmung im Alter zu erlangen, sowie die Aktivierung geistig kognitiver und neuropsychologischer Fähigkeiten voranzutreiben
  • die Alltagsbewältigungen wie Trinken, Körperpflege und die eigene Fortbewegung weiter zu fördern oder wiederherzustellen
  • verloren gegangene Funktionen durch bestimmte Therapiemöglichkeiten wiederherzustellen und die noch gebliebene Funktionalität der Patienten zu erhalten
  • motorisch-funktionellen Fähigkeiten effizient fördern
  • mehr Mobilität und Geschicklichkeit fördern
  • kognitive und neuropsychologische Fähigkeiten fördern

 

(Quelle: https://www.dve.info/ergotherapie/fachbereiche/geriatrie.html )